15. Heimkinotour
Doreaxe's AXOPOLIS II
Von Dennis zum Axel ist es nicht allzu weit, wir hatten nur vorher noch unsere Zimmer im Samstagshotel in der Nähe bezogen und trafen einigermaßen pünktlich beim Axel ein, welcher bereits gewartet hatte und uns schon in der Grundstückseinfahrt entgegen kam. ie Begrüßung war wie überall herzlich. Es ist immer eine gewisse Überraschung, wenn man Leute real trifft, die man vorher nur online kannte. Manchmal muss man seine Erwartung korrigieren, sei es in die eine oder andere Richtung. Nicht bei Axel, ich hatte ihn mir schon immer als bodenständig, unkompliziert und humorvoll vorgestellt, was sich tatsächlich bestätigte.
Als zweiter Mitbewohner begrüßte uns Pedro (nein, nicht der allgegenwärtige Pascal, sondern ein Vierbeiner) mit lautstarkem Gebell. Nachdem er klar gestellt hatte, wer der Herr im Hause ist, war er den Rest des Besuchs sehr zutraulich. Dritte Begrüßung dann durch die Dame des Hauses, Doris. Ebenfalls sehr nett, wenngleich sie ein völlig anderes Hobby pflegt als Alex (dazu später mehr). Ich glaube, das war die erste Tour, auf der wir in jedem Kino die besseren Hälften zumindest kurz kennenlernen durften, was uns sehr freute. Nebenbei klärte sich so auch, woher das Dor in Doraxe stammt. Axel und Doris haben sich für ihren Ruhestand einen Ruhesitz ausgesucht, der diese Bezeichnung zu Recht verdient. Das Einfamilienhaus im kleinen Ort ist ganz am Ortsende gelegen, von der Terrasse aus blickt man über den Garten bereits zum Waldrand. Hier kann man's aushalten, sehr idyllisch. Während unser Fotografenteam das Kino ablichtete, erfuhren wir anderen von der cineastischen Geschichte des Gastgebers bis zurück zum Axopolis I im früheren Haus.Dann ging es ab in den Keller. Den Vorraum zierte ein Rudergerät (übrigens nicht das einzige auf der Tour), selbst das wurde von uns ausgiebig getestet, durchgeführt von unserem Mike. Ich glaube er hatte es am dringendsten nötig.
Dann ein Blick in den Technikraum, zu dem Axel gerne alle Fragen kompetent beantwortete, bevor die heilige Halle betreten werden konnte. Das Axopolis II hat mit rund 17 qm eine für ein Drei-Personen-Kino völlig ausreichende Größe und die Raumhöhe ist mit ca. 2,40 m für einen Kellerraum sogar sehr großzügig bemessen. Das Ambiente ist gemütlich gehalten, also kein rein schwarzes Loch, die Belüftungsanlage würde auch noch längere Aufenthalte angenehm halten. Die drei manuell verstellbaren Relax Sessel in Leder sind so ultraweich gepolstert, dass jeder amerikanische Besucher sich sofort zu Hause fühlen würde. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto (das 73. in unserer Tour-Historie) und der Übergabe der Gastgeschenke war es dann Zeit, die Technik hochzufahren. Zum Bild hat Alex ja schon letzte Woche im Bauthread etwas geschrieben mit der Erkenntnis, dass die Tage des 12 Jahre alten Sony HW55 wohl in absehbarer Zeit gezählt sein dürften, unsere Empfehlung jedenfalls ging in diese Richtung.
Kein Problem gab es mit der Schärfe, diese war für einen 2K-Beamer sogar ziemlich gut, die Helligkeit aber zeigte sich schon extrem im Keller, was nur zum Teil mit den 1400 Betriebsstunden der nunmehr fünften Lampe erklärt werden kann. Ein Projektor selber verliert über so lange Zeit auch an Helligkeit, unabhängig von den Ersatzlampen. Ich kenne das auch aus meiner eigenen Beamer Historie. Größtes Problem und damit kaum behebbar war ein offensichtlich massiver Kontrasteinbruch, würde sagen, Kontrast nur noch zweistellig. Darüber hinaus zeigte sich starkes Shading in unserem Weißbild, die rosa Verfärbungen hätten höchstens gut zum Barbie Film gepasst. Leider aber auch bei Dune 2 in einer hellen Wüstenszene sichtbar.
Ein neuer Beamer, fast schon egal welches Modell, dürfte im Axopolis wieder ein vergleichsweise strahlendes Bild auf die 3m-Leinwand zaubern. Die Xodiac E-masked Akustik hätte es jedenfalls verdient. Toll wäre auch, wenn es doch noch gelingen würde, den mutmaßlich defekten Motor der Maskierung zu erneuern, schließlich ist sie das Highlight dieser Leinwand und besonders bei 16:9 Leinwänden ist eine Maskierung absolut sinnvoll.
2. Teil des Berichts Bildes des Kinos Zurück zur Übersicht
